Franziskaner

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St. Franziskus von Assisi (1182-1226) vor dem Franziskaner-Kloster in Düsseldorf

Franziskaner oder Minoriten

Gemeinsamer Ursprung aller Franziskaner oder Minoriten (fratres minores) ist die Bruderschaft der "Büßer von Assisi" des Franz von Assisi (1182-1226), die sich zwischen 1210/20 zur Gemeinschaft der Minderbrüder entwickelte. Er war der Sohn des Kaufmanns Pietro Bernadone, die Mutter Pica stammte aus der Provence, bei der Taufe erhielt er den Namen Johannes, den der Vater in den Rufnamen Francesco umwandelte.

Der Prozeß der Ordensbildung fand über die nichtbullierte Regel in der 1223 von Papst Honorius III. bestätigten Bullierten Regel einen ersten Abschluß. Die Wandlung der Franziskaner zum größten, erfolgreichsten und am weitesten verbreiteten na. Bettelorden war von den gleichen Faktoren bestimmt, die für die Dominikaner galten. Sie bildeten alsbald einen korporativ strukturierten ortsunabhängigen Personenverband; Studium und Seelsorge waren in die regulierte asketische Lebensweise eingebunden; es galt die (allerdings radikaler verstandene) gemeinsame Besitzlosigkeit. Der Klerikalisierung und Intellektualisierung, die mit der städtischen Seelsorge verbunden waren, wurde früh Widerstand geleistet, der vor allem von mittelitaichen Einsiedlergruppen der Franziskaner ausging.

Im Jahre 1212 gründete die hlg. Klara von Assissi (+1253) nach dem Geiste des hlg. Franz von Assisi ein Frauenkloster, den „Zweiten Orden“, Klarissen genannt.

Quelle

  • Erich Geldbach in: Drehsen, Volker u.a. (Hrsg.): Wörterbuch des Christentums. Orbis Verlag München, 2001 ISBN 3-572-01248-1
  • Knöpfler, Alois: Lehrbuch der Kirchengeschichte. Verlag Herder & Co GmbH., Freiburg im Preisgau 1920
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