Köln/Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg (1415-1662)

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Köln betreffende Einträge der Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg (1415-1662), Signatur A II/1 - A II/31. Bearbeiter: W. Günter Henseler, Kierspe.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, Sign. A II/7, Blatt 166r, Jahr 1497. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1497. Stamheym und Bell, anno domini et cetera [14]XCVII, sabato post Laure et Clamarem in Colonia.
  • Conrait van Geilenkirchen und Druytgen zor Byssen, elude, burger zo Colne, wonen zom Drachen up dem Heumarte. Johan Byse und Neysgen, syn elige huysfrauwe, Bartholomeus Byse und Rychmont, syn elige huysfrauwe, Johan, Conrait und Geirtgen, elige kynder, Engelbret Dorst und Trynges zor Bysen, den Got gnade, hant allesament verkoufft und upgedragen ir huysgen zo Syberch am Honremarte gelegen, gnant zom Heeffschenckell, wie en dat anerstorven is und des sy ankomen synt as reicht is, doitzhalven Druden van Vilke und Katherinen, yrer doichter Ane....[unleserlich]. Gelden jars der vroemissen VI S[chilling] und hant geloefft werschaff zo doen allesament. Und die vurscrevene Conrait und Druytgen hant myt geloefft vur die vuscrevene dry kynder off eynich neyt monper were, dat doch neyt zo verseyen was. Und Johanes, der elste son, haet geloefft myt vur synen broder und suster.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/11, 1526, Bl. 108v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1526. Johannes Staill und Thonis zom Hirtzs, burgemeistern, uff satertach na Conversio Pauli, anno et cetera [15]XXVI.
  • Gehart Peltzer hait Johan Falckenbergh, burger zu Collen, overmitzs synen son, daromb hey dat gericht alhe vurgenomen hait, vur schoult und kostgelt, eme an Gehart gebrech, XIIII Goltgulden, XXV Albus, vur eyne pant gegeven, X peltzs, syn son vurscreven angenomen hait.
  • Kost zu penden IIII Albus, uffzubeeden overmitzs Zwivell VII Schilling.
  • Und spricht der van Collen, me gebrech VI Overlensche Gulden, kostgelt V Mark, II Albus.
  • Synt de peltzs myt dem slaiffdoich geschat XXIII Mark, zu schetzen XI Albus, den dryen peltzeren VI Schilling zu verkundigen, die schetzonge VI Schilling, so gebricht eme noch VIII Marck, 1 Albus.
  • De peltzs hait Gehart geloist und na sich genomen, lude der hantschrift Johan Valckenberghs und des notarius bekentnys he by. Anno et cetera XXVI.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/9, 1513, Blatt 24r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1513. Wys et Loe, anno XVC und XIII, feria tercia post oculi.
  • Johan Pelsser hait alle syne gereichticheit, de he noch hait am huse, gelegen an deme Hoenremarte, tusschssen Thys Pelssers huse und deme huse zor Cronen, upgedragen und oevergeven Thys und Peter Pelsser, sich daran zo bekoveren vur de burchschaff sy zo Collen vur en gesprochen haven an meister Georgius Bontworter, wonafftich zo Collen in der Schildergassen, as neemlich vur XXV Goltgulden, und an Peter up deme Brande II Goltgulden, und dan noch vur de scholt hie Peter Pelsser schuldich is van verlaichtem gelde und deme artzester.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/9, 1518, Bl. 154v-154r. Edition: w. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1518. Bell et ego ipso die lau...... et clamoren. [cum clamarem ad dominum 10. Sonntag nach Trinitatis/10. Sonnt. nach Pfingsten].
  • Meister Johan Busscop, metzmecher, hait in der tzyt as hee des waell moegich und maechtich was, synen volmechtigen monper und vurgenger gemaicht, den ersamen und geystlichen Hern Arnold Snoich, regenten deß Gotzhuyss und Hospitaels zom Hilgen Cruytz, up der Breyderstraessen bynnen Colne, myt der maicht, eynen uff mee monper na sich zo machen, in allen den sachen, hee bynnen Syberch off darenbuyssen zo doen hait, off noch zo doen moechte verkregen, van synentwegen zo verkauffen, zo vergeven, upzoheven, inzonemen und uysszogeven, und in sonderheit, allet dat gheen zo doen, dat eyn waerafftich monper doen sall und mach und dat gheen dat he selver doen moecht, off selver gedoen konte, off hee selffs tghgaenwordich wer, und in sonderheit umb sulch erve und goit as demeselven Johan Busscop an und zoerstorven ist, doitzhalven Tryngen Muntges, gelegen vur Syberch in der Ryntgassen, up dem orde siner suster.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/11, 1524, Bl. 79r. Edition: W. Günter Henseler.
  • 1524. Thoniss zom Hirtzs, burgemeister, und Johan Aldenach, instat burgemeisters [Johan] Schutzs, uff saterstach na sent Gereonysdage anno et cetera [15]XXIIII.
  • Daym Wever und Tryngen, syne elige huisfrauwe, hant zu pande gegeven, Johan, offerman zu sent Agathen bynnen Colne, irem broder und swager, als vur eyne zumme van XXIIII Overlensche Gulden, uff rechenschafft vurscreven Johan an der burgschafft, hey weder Johan Wyncken in der Sternengaß vur in gesprochen, zu achter unbetzalt steit, ir huiß und hoff bussen der Holtzportzen, tuschent Lodwich Roitgen und Clais Lymberghs gehuiße, im burchbanne Sibergh gelegen, we daselffs recht is, herkomende daromb der offerman vurscreven dat gericht alhe myt geistlichen rechten vurgenomen, sich daran zom besten myt zu bekomen.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/12, 1535, Blatt 75r. Edition: W. Günter Henseler.
  • 1535. Nadem Tylman van Eilner [Alner], burger zo Collen, eyn wysliche schyn van dem erwerdigen Herrn officiaell ynt gerycht gebracht, vermeldende Joest Perler eme gelyntz geltz, wey hey ouch also ym geystlichen recht bekant schuldich zo syn dryssichsten halven Overlendsche Gulden colsch, so dan Joest vurscreven itz neit inhembsch, hat der scheffen gesprochen und befell gedaen, wanne Tylman namaele zo Sigberch queme und sulche scholt ader gelt we vurscreven gefunt, sall er asdan den bodden nemmen und Joest darhyn halten, [daß] er bezalt werdt.
  • Were dan sache obgemelt Joest am gode neyt zo bezalen noch zigeven hette, sall er asdan myt dem lyve bezalen. Ouch hat Joest vur burgemeyster bekant, schuldich zo syn Tylman vurscreven.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/15, 1552, Bl. 35av-35e [eingeheftetes beidseitig beschriebenes Blatt, nachträglich mit 36a bezeichnet]. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1552. Anno XVC zweyundvunfftzich, den achtzehenden dach deß monatz octobris, zo vier uhyren naemittaeg, syndt vur myr, notarien, und gezeugen hernae beschreven, in eygenen personen kommen und erschenen, die erparen Johann van Woringen, spoermecher, burger zu Coln, vur sich und dann ouch vur Herrn Alexandro de Dovo, dei als treuwehenderen deß testaments wilne Georgiens van Dormagen, loerers eins, und die ersamen Pitter Styff und Ludwich van Brenich, beide provisoren der spinden und armer leuden zo dem cleinen sent Mertin in Coln anderentheils. Und nachdem der obgedachter Georgien in seynen testaments zu godtzdienst und behueff der armer leuden daeselbst dreyhondert Gulden colsch gelts betirmpt und verordent und aber die treuwehendere itzo nit bey gelde sein (wie gemelter Johann sagte) dieselve uyßzorichten, so haben sey den vorberorten provisoren vurbracht, die erbaren Thonissen am Orde, loere zu Siburgh, und Elßgen, eheleude, alß schuldener desselven Georgiens testators, wilche dann alsulche dreyhondert Gulden coelß geltz zu betzalen den gerorten provisoren in nhamen der vurßcrevenen armen gelobt und zugesagt, nemlichen van neistfolgende Martini over zwey jaeren endtlichen und woll zu betzalen, on lenger verzoch, edoch midler zeit iglichs jaers vier Gulden van jederen hondert zu pension zo geven, mit dem bescheide, ob saiche were, daß die gerorte Thonis und Elßgen an bezalonghe der obgerorter dreyhondert Gulden und pension verseumlichen befunden wurden und inwendigh den zwey jhaeren die heubtsumme nithen bezalten, in dem haben sey innstat eynner verwilkoerter penen verwilkoert vunffundzwentzich Goultgulden, halff eynen ersamen raidt zo Coln und zom anderen halven deyll den armen vurßcreven verfallen zu sein. Und geleichewail sullen sey zu bezalonghe der vurßcrevenen dreyhondert Gulden mitsampt der pension verstreckt und verbonden sein, edoch mit dem vurbedinge, daß gemelter Johan van Woringen, executor, und meister Heinrich van Woringen, der sich dann instat und vur dem abwesenden Heren Alexandro de Dovo dei dartzo vreiwyllentlichen hiemit verbonden hait vur disse dreyhondert Gulden sampt der pension also lange verbonden und nith erlediget sein sullen, byß zur zeit das dyeselve pair on zumailh uyßgericht und bezaelt sein und geferde und argelist. Over wilche saichen die vurberorte parthien an meyns, underschreven notarien handt stipulierende begert haven, innen zo maichen ein oder mehe instrumenten in der bester formen, presentibus Conrado Starck et Nicolae Clairman de Heidelberch, testibus.
  • [von anderer Hand]
  • Ego Henricus Odenius a Bree ciuis ar judici scholt... vinaris ciurtatis Colonien scriba notarius publicus per modum simplicis prothocolli scrips et protestor de latiori extensione quatenus opus fuerit testo Hermanus Mey, propria scriptura.
  • [von anderer Hand]
  • Collationata est presens copia enn suo vero originali cui concordat de verbo ad verbum quod ego Henricus Odenus, notarius publicus attestor Harmannus Mey propria scriptura.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/4, 1557, Bl. 143av. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1557. [im Original Seitennummer 143a; Text nicht von der Hand des Gerichtsschreibers Johann Steinenbachs]
  • Vor Euch, den edlen erentvesten und frommen Hern scholtiß und scheffen zu Syborch erscheinet anwalt in nhamen und von wegen der tugentsamen Elisabethen von Elverfelde, eheliche hausfrauwe Wolthern Ingersmitten, dero rechten Licentiaten und auch von wegen Heinrich von Elverfelde, burgeren in Collen, und bringet clagend vor, in der bestendigster form, fuegen und manieren sulchs allerbest geschehen khan oder mach, gegen den erbaren Thilen zom Ochschen, burgern zo Syborch und gegen allen anderen so von seins oder auch von wegen jemant anders, so alhie dieser sachen halven zu recht erscheinen werden, diese nachfolgend clagarticuel nith in gestalt eins zierlichen libels, sunder slechter erzelung warer geschicht, mit bith, erbietung und gewonlicher protestation et cetera.
  • Und erstlich setzt und sagt anwaldt, wair sein, daß etwan im leben gewesen, weylannt Thonis Worm und Catharina, eheluyde.
  • Item, daß gleichfals auch im leben gewesen, weilanth Johann von Elverfeldt und Catharina, eheluid.
  • Item, daß Johann und Catharina von Elverfeld zwey eheliche kinder, Elisabeth und Heinrich von Elverfeld ehelich gezilt.
  • Item, daß auch Thoniß und Catharina Worm einen sohn, Johann Worm gnant, ehelich gezeugt.
  • Item, daß nachdem gedachter Johann von Elverfeld und Catharina Worm beyde mit todt abgangen, hait Thoniß Worm seinen widwennstand verruckt und ist mitter tugen[d]samer Catharinen von Elverfeld zur zweiter ehe geschritten.
  • Item, whar, daß weilanth Catharina von Elverfeldt ein ansehenliche groisse barschafft an gereidem geldt oder fharende hab zur zweyter ehe anbracht.
  • Item, whair, daß itzgemelter Thonis und Catharina, eheluyde, in dye zweyte ehe zusamen ehelich gezeugt haben zwey tochteren, Tryntgen und Entgen Worm.
  • Item, daß Catharina, die mutter ersten, im jair der minderzall viertzich ungefher, in Goth verstorben.
  • Item, daß auch darnach Thonis Worm im jair der minderzall ongefher so doittlich abgangen.
  • Item, daß obgedachte Tryntgen und Entgen mit iren halben broder Johann Worm, vermoge einß vermeinten vatterlichen verdrachsbrieffs zusammen in allen nachgelaissenen guttheren, ein jeglicher zu seinem gepurlichem antheill succediert.
  • Item, daß auch gedachte geschwestern nach beschehene erbteilung und annhemongh irer gepurlicher antworten, sulches zugelachten antheils im geprauch gewesen und bys zu irem sterffdach besitzlich ingehabt.
  • Item, daß offenlichs versiehens rechtens daß ubermitz annemungh der erbschaft des abgestorbenen guthere, vor eigenthumbliche guttheren des erffgenaemen und nith lenger vor guther des abgestorbenes zu erachten.
  • Item, nhun ist auch whair, daß Tringen und Entgen, obgenant, ohn nachlaissungh einiger leibsgeburth, im jair der minderzall 53, mit todt abgangen.
  • Item, daß Elisabeth und Heinrich von Elverfeldt Trintgen und Entgen, von der mutter seitten, geschwesteriget und die negste verwanthen und rechte erbfulger sinth.
  • Item, daß ouch versehents rechtens, daß der negster in der bezippung, sey der negsten und rechter erbfulger.
  • A II/4 1557 Bl. 143bv
  • Item, whair, daß wiewoll beclaigter zu sulchen verlaissenen guthern ein frembder ist und durch obgenanten clegeren zom oftermaill guitlich ersucht, daß ehr sich deren guthern nichtz undernhemen, sonder ihnen als den rechten, natuirlichen erben, dairzo woll khomen laissen, so hait ehr doch allen reden und rechten zuwidder, sulchs abschlegich gemacht und sich deren streytigen verlaissenen erbgutthern byß daher gar unrichtiger weysen underzogen.
  • Dem allem nach bitt anwaldt in namen und von wegen wie oben, durch euch obgedachten Hern scholtiß und scheffen und euwer entlichen rechtzspruch und sententz zo erkleren, zu uirtheilen und zu erkhennen, daß Elisabeth und Heinrich von Elverfeldt zu gemelter seydt felliger successioen und zo allen guthern, so Trintgen und Entgen in ehrem absterben verlaissen, die negste rechte und eyntzige erbe seindt.
  • Daß auch beclagter zu recht schuldich sey, aller verlaissener gereither gutther ein rechtmessich inventarium, rechenungh und reliqua, von zeyt deß absterbens vurgemelter halbgeschwesteren vurzobrengen. Mit einrumungh aller unbewechlicher gutthern und uberleberungh brieff und siegell, sambt aller bewechlicher oder farender habe, mit erstattungh aller entboethen fruchten, hinderstendichen pensionen, gepuirlichs interesse, erlittenen schaden und unkosten (von den gerichtlichen zukunfftigen expensen protestierendt) und uber diessem allem begerent waß recht, denn urtheil und billicheit gemeiß ist ergehen und geschien zu laissen, euwer adelich richterlich ampt und hilfliche mittell dero rechten in dem ufs fleissigst anroeffendt.
  • Fürbeheltlich et cetera
  • Bl. 143br. Text durch Abrieb teilweise unleserlich.
  • so fiel der vermeinter gifften oder machung, so Tryngen Worm zelige irem eheman Tilman zum Ochßen soll gedain haben belangen thuit, sagen clegere obgenant, das dieselbe gifft oder machung so viel den erbguitteren berurt, inen nach gemein lanth oder statrecht nith nachteilig sein khan, nachdemail die nith gerichtlich oder vor scheffen beschehen, auch der außgang deß ortz nit gethan ist, da die erbgutter gelegen seindt.
  • So khan auch die vermeinte gifft in allen verlaissen fharende habe gein krafft oder wirckung erreichen, nachdemail die meistlich von irer beider mutter zeligen Catharinen von Elverfeld herkhomen, wie auch zom theil augenscheinlich khan vermirckt werden, an wilchen gereiden mutterlichen gutthern die clegern ir gepurlich kindheit noch haben, wilche inen durch geschefft vermachunge oder ...aben irer halbgeschwister ohn vorwissen und verwilligung der clegeren nichtz khan benomen werden.
  • Da auch zu bedencken, als soll das unmundich kindt, so von Johann Worm geschaffen, jenige vermeinte gerechticheit an gemelten beweglichen oder unbeweglichen strydigen gutteren haben, sagen clegeren das sie ..... .... .... bezippung gemelten pflegkindt sullen pillich vurgestelt werden, in der ver.... daß auch dargegen geine verdrege oder verhandlongen so ohne clegern vorwissen und willen mogen jenigs theils uffgericht sein ichtwas khunnen erheben.
  • Bitten demnach wie vor gebetten und das clegere anstaet zu irem gepuirlich antheil der gereiden guther mogen zugelaissen werden, dweil eß verderbliche whar ist. Und begeren deß vor irsten rechtz und urtheils.
  • Bl. 144v
  • Item, in sachen zwisschen den wirdigen Hern Wolteren Ingersmitten, der rechten Lecentiaten und sinem zustandt an eim, andertheils Thilman zom Oessen, na anspraich, antwort und alles richtlich vurbrengens. Daruff, nimpt der scheffen sin bedenckens bis ant neist. Kunten sich aber die parthien mitlerzitt verdragen, das moegen die scheffen woll erliden.
  • Item, Dederich zom Horn hait das gerichtzbouch erlesen laissen den lesten willen und bekentnis siner huisfrauwen Eiffgen seligen und verhofft wes nitt des geltz wederomb entfangen, das sult Herman Vlach noch schuldich sin zo bezallen aider bewisen, das suilchs entricht sie worden, mit ligender off levendiger kuntschafft.
  • Heruff Herman Flach Dederichen gefraigt, ob er auch gestendich sie, das er verledenner zitt mit sinem swegerhern Heintz Knuitgen seliger in sinem huiß gewesen und einhondert Goultgulden geholt.
  • Deis ist Dederich in dem fall gestendich geweist, gesprochen, er hab das gelt selbst entfangen.
  • Suilchs hait Herman verorkunth.
  • Ferners spricht Herman und fraigt Dederich by sinem eide und froemkeit, ob er auch mehe an gelde dair geweist dan zweyhondert Goultgulden die sin swegerhere gezalt, davan er einhondert entphangen. Dairby sin geweist seis off acht Engelloiten ungeverlich. ...


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/11, 1528, Blatt 167v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1528. Uff irsten vridach in der Vasten, anno et cetera [15]XXVIII.
  • Van gerichtzs wegen, want dat durch Johan Valckenbergh, burger zu Collen, geladen und vurgenomen ist worden, Meus Peltzers halver umb XII Goltgulden und 1 Overlenscher Gulden schoult, Meus vurscreven Valckenbergh schuldich is, huide, datum, zu pande gegeven und kostgelt daruff gegangen, Meus vurscreven huiß und erffschafft, myt dem gereiden et cetera.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/15, 1559, Blatt 185v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1559. Adolff Wolff und Berthram an Ontzenort, burgemeisteren, anno et cetera XVC und LIX, am XVIIIten july.
  • Item, Johann Scheuffgen und Peltz Johann haben uff huite, dato, uffentlichen ergeit und bekant, das sie dem erssamen vuirsichtigen und fromen Johann van Sittart, burgeren zo Colne, bekentlicher schoult schuldich sin, mit namen LX Dhaller und II Ort. Und haben gelofft, die angezogen schoult zo bezallen, inwendich hie tuisschen Mertinsdach neistkompt, off binnen den neisten XIIII dagen irst darnach folgende unbefangen.
  • So deis aver nitt geschege, was schaidens widers daruff louffen wurde, das sullen die beclaigten vurgemelt (und der cleger nitt) bezallen. Daruff hait gemelter Johann van Sittart entphangen van Peltz Johann an bezallunge XLII kroppfell. Die sullen eme zo sinem andeill an diesser zommen, wie gemelt, affgerechent werden.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/18, 1573, Bl. 28r-29v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1573. Johan Worm und Peter zum Isermarth, burgermeistere, am 2 marty anno et cetera [15]73.
  • Uff vorschrieben datum haben die ersame Volmar Bischoffs und Freuchen, eheleut, offentlich bekant, den achtbar und tugentsamen Johan von Aich, burgeren der stadt Collen, warer, auffrechter, bekentlicher schult schuldig zu sein neunundsechstzig Oberlensch Gulden, vier Marck colnisch fur jederen Gulden gerechnet, dergleichen Margarethen von Aich, des vorschrieben Johans mutter, sechsundneuntzig derselben Gulden, herkommendt von felwerck, ferner inhaltz einer handtschrifft, so besonder darvon gegeben und auffgericht ist. Und haben gelobt, auff negstkommendt Pfingsten disses jetzlauffenden dreiundsiebentzigsten jairs, entliche betzalung zu thun, bei der wilkur, wo solche betzalung alßdan niet geschehen wurdt, daß sei dafur umbgeschlagen werden sollen, in aller maissen die pfantschafft vereussert were, sonder geferdt und argelist.
  • Noch an vorgemeltem dato hat Herman Henseler bekant, dem obgemelten Johann von Aich auffrechter, berechneter schult schuldig zu sein, einhundertvierundachtzig Gulden cölnisch und daß er daruf gegeben und betzalt hab, vierundzwentzigh derselben Gulden und ime also noch hundertundsechstzig Gulden schuldig verblieben seie. Und hat gelobt, auff negstkommendt Colnergotzdracht disses jetzlauffenden dreiundsiebentzigsten jairs davon sechstzigh und darnach auff negstfolgent s[ent] Mattheustagh, doch viertzehen tagh negstfolgent unbefangen, die uberige hundert Gulden entlich und sonder einichen langer vertzogh gedachtem Johann von Aich zu betzalen, bei dissem underscheide und wilkur, da er zu einichem termin an der betzalung seumich und nachlessig erfunden wurde, daß er alßdan fur alsolche schulden umbgeschlagen soll werden, in maissen als wannehe alle pfantschafft vereussert were, sonder argelist.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/28 1612, Bl. 93r. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1612. Immissio in einem garten an der Grummelsporzen, zum Lepart gehorich.
  • Eodem die et anno, immission und anrichtungh geschehen Rutgern Wulffrädt, wirdt im Weißen Pferdt zu Colln, uffm Neumart, in einen garten an der Grummelsportzen gelegen, Wilhelm Rompell und Margrethen Flach, eheleuten, zustendich, lauth handtschrifft under dato [1]610, 18. july, haltendt siebentzigh R[e]ichsthaler, ex primo decreto.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/29 1618, Bl. 61r-62v, Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1618. Clacht Peter Wolffs gegen Feilenbach.
  • Item, am selbigen tagh, vor obgenanten Herrn burgermeisteren, gedachter Peter im Wolff Adulffgen Feilenbach, itzo zu Colln wonhafft, wegen außgegoßener schmehereden, nemlich das er innen einen lecker und bengell gescholten, beklachtt. So freitagh, den 16ten marti dieses [1]618. jars offentlich auff dem freien marckt, beiseins Wilhelmen Corttenbachs im Dhom und Werneren Volbergh geschehen wehre et cetera, welche iniurien gedachter Peter im Wolff zu gemuett genommen und mitt recht gegen obgenanten Feilendrin außzufuhren gemeintt.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/29, 1618, Bl. 62v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1618. Knutgen gegen C[lassen] Keßkremer.
  • Eodem die Henrich Knutgen uff der Bach erschienen und bekant, in nhamen Classen Keeßkremers zu Colln von dem Licentitaten Reider 24 Thaler empfangen zu haben et cetera.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/31, 1662, Blatt 56r-57v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • Freytag, den 24. Marty 1662.
  • 1662. Henrich Peters, Cameinfeger zu Collen, auff dem alten Graben, bedingt worden durch Herren Christianen Flach, Bürgermeister und Peteren Rick, Rahtsherren und Scheffen, die Cammeren und Schorenstein aller Brandherden, Herdstetten und Stubenofen aller Heuser in dieser Statt Sigberg zweymahl im Jahr außzukratz und rein zu fegen und außkehren, nemlich zum erstenmahl bey Michaelis deß H[eiligen] Ertzengelßtag, in diesem Iahr und dan im Fastelabend Jahres 1663 zum anderen mahl, in seiner eygener Kost. Doch hat außverhalten, wan er fegen wird bey Leuten, welche guten Vermögens seind, daß dieselbe ihm einen Trunck geben sollen, er auch im Hospital wehrender Zeit die Schläffung haben. Dairgegen haben ihme die Herren obgenant, wen sich die Fegungen richtig befunden, iedesmahlß zu geben versprochen, vier Reichsthaler oder die Werthe derselben, ieden ad 78 Albus Current zu rechnen.
  • Actum in wolg. Burgermeister Flachen Hause, auff Zeit obgenant.


  • Schöffenprotokolle der Stadt Siegburg 1415-1662, A II/31, 1662, Blatt 57v. Edition: W. Günter Henseler, Kierspe.
  • 1662. Peter Sabus gegen Joannem Zenßen.
  • Eodem Peter Zabus, Burger in Collen auff s[ankt] Severinsstraßen, gegen Joannen Zenßen, repetirt seine am 15. Octobris 1659 eingewendte verbal und real Iniuriklag, daß er seine Haußfraw etliche mahl eine Huhr gescholten und ihren Pelvertzcraim und Gewurtz vor dem Hause zum Fuchs in den Dreck geworffen.
  • Jo[annis] Zenßen citirt und comparirt. Sagte, er wiße nichts darvon, auch von Clegerinnen mehr nit alß ehrlicher Frawe.
  • Zabus offerirte sich zum Beweiß, und sein Haußfraw ad iuramentum suppletorium.
  • Decretum.
  • Die Herren haben die Z[e]ugenfuhrung und iuramentum suppletorium admittirt, auch den Botten erlaübt die Zeugen zu citiren.
  • Johan Zenßen endlig sich zum gutligen Vergleich eingeben, sprechend, er were von anderen angestifft worden ihro den Kraem in den Dreck zu werffen, hette auch einen Rausch gehabt, halte sonst Clegerin vor eine ehrliche Fraw, konne und wiße auch nichts anders von ihro zu sagen.
  • Clegerin auff solchen Widerruff sich auch darzu eingelaßen, iedoch salvo interesse domini.
  • Weilen es ietzo in der Heyligen Zeit ist, seind mit forderen und bieten endlig doch in beschließlig kommen, daß Zenßen Clegerinnen einen Hollendschen Thaler vor verderbte Whaar, daneben die Gerichtskosten, item eine Q[wart] Weinß gegeben, auch versprochen zu Ehren der Mutter Gottes eine Wachßkertz zu offeriren.