Schrämmhauer

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Berufsbezeichnung

Bedeutung
Der Schrämmhauer, auch Schrämer, Schrämhauer oder Schramhauer genannt, war ein Hauer, dessen Aufgabe das Schrämen[1] war. Die Schramhauer schlugen mittels eines Schrämspießes einen Schram in das Gestein. Anschließend hauten sie weitere Schlitze in das Gestein, die alle genau die gleiche Tiefe hatten wie der Schram.
Beim Abbau von weicherem Material wie zum Beispiel Salz ist das Hauen eines Schrams nicht nötig, der Bergmann ist in diesem Falle also kein „Schrämer“ mehr. Wenn sich dagegen die Tätigkeit eines Hauers im Wesentlichen auf diese vorbereitende Arbeit beschränkt, wird er als Schrämhauer/Schrämmhauer bezeichnet.



  1. Schrämen: Anfangsarbeiten beim Abbau von härterem Gestein. Im Bergbau die schlitzende Art der Gesteinsarbeit. Es ist eine vorbereitende Arbeit zur Hereingewinnung von nutzbaren Bodenschätzen wie z. B. Kohle. Dabei wird das Gestein mittels eines spitzen Eisens (Berg- oder Schrämeisen genannt) und eines Hammers (Fäustel) bearbeitet, um so Schlitz, den der Bergmann Schram (auch Schramm) nennt, zu erzeugen. vgl. Artikel Schrämen. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.