Drausensee

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Das Frische Haff mit Zuflüssen und dem Drausensee, Caspar Henneberger 1587
Der Drausensee

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Der inzwischen stark verschilfte und kompliziert beschiffbare Drausensee liegt südlich von Pr. Holland, Elbing und dem Frischen Haff. Im Jahre 890 wird der uralte Handelsplatz Truso von Wulfstan erwähnt ("wohl Wulfstans Aussprache für Druso"). Von Elbing aus führt die Route durch den Drausen zum Oberländischen Kanal nach Mohrungen.

Name

Der Name bezieht sich auf die Fließgeschwindigkeit und auf Pflanzen.

  • prußisch "truszas, tružas" = Schilf, Rohr
  • indogermanisch "dreu" = laufen, treten
  • "drouos" = Waserlauf, Flusslauf

Geschichte

  • Drusin (1243)
  • Drusine (1243)
  • Drusa (1243)
  • Drusen See (1290)
  • Der Drausen-See soll in früher Zeit Teil des Frischen Haffs gewesen sein, und der Name dieser Bucht sei später auf den entstandenen See sowie den Handelsplatz übertragen worden sein, den der Angelsachse Wulfstan als Truso (statt Druso) erwähnte.

Literatur

  • Biolik, Maria: Hydronymia Europaea, Die Namen der stehenden Gewässer im Zuflußgebiet des Pregel und im Einzugsbereich der Zuflüsse zur Ostsee zwischen Pregel und Memel, Stuttgart 1993
  • Peteraitis, Vilius: Mažoji Lietuva ir Tvanksta, Vilnius 1992, S.83
  • Gerullis, Georg: Die altpreußischen Ortsnamen, Berlin, Leipzig 1922, S.31
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