Von der Evidenz in der Genealogie (Gatterer)/12

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Von der Evidenz in der Genealogie (Gatterer)
Digitalisat des Göttinger Digitalisierungszentrums (S. 3-17)
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nicht Platz findet, alle Sätze zusammen und von der Stammtafel abgesondert erscheinen. Man darf nur die nächste beste Stammtafel absondert erscheinen. Man darf nur die nächste die beste Stammtafel in Köhlers genealogischen Disputationen oder in andern nach der Weise des Duchesne ausgearbeiteten genealogischen Werken vor die Hand nehmen; so wird man bald die Unbequemlichkeit und Unsicherheit der Duchesneschen Methode wahrnehmen können. Ich wenigstens gestehe, daß ich sehr oft, um mich von der Wahrheit der genealogischen Sätze zu überzeugen manche Stelle 3 bis 4 mal durchlesen und durchdenken müssen. Jede Stammtafel macht hier für mich ein Ganzes, und die dazu gehörigen Beweisstellen machen wieder ein besonderes Ganzes aus, da doch beyde in der genauesten und sichtbarsten Verbindung stehen solten. Blos daraus sieht man, daß beyde zusammen gehören, weil in den Stammtafeln Nummern sind, denen gleichlautende Nummern in den besonders beygefügten Probationen entsprechen. Diese Nummern stehen nun freylich in der Absicht da, um die Uebereinstimmung, die Identität der genealogischen Sätze in den Stammtafeln und der Beweisstellen in den Probationen zu zeigen; allein da erstlich die Sätze und die Beweise von einander entfernt sind, und zum andern unter jeder Nummer meistens eine ganze Menge von Sätzen und Beweisen zusammen gefaßt worden; so sieht man zwar auf die letzte und mit Mühe endlich das Uebereinstimmige der Sätze und Beweise ein, aber eben diese Mühe, eben das langweilige hin und herschauen und das wiederholte Lesen und Vergleichen der Sätze und Beweise hindert die Evidenz.