Haus Herrnstein

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Hierarchie

Regional > Bundesrepublik Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Rhein-Sieg-Kreis > Ruppichteroth > Haus Herrnstein

Stammwappen von Nesselrode, (Quelle: Max von Spießen)

Inhaltsverzeichnis

Lage

Burgtor von Nesselrath 1536 (Stadtarchiv Solingen)

Die Burg liegt auf der südlichen Flanke eines Felskegels, welcher den Burghof noch etwa um 25 m überragt. Nach Osten und Westen hin fällt die Bergflanke steil ab. Unterhalb liegt das Tal der Bröl zwischen Bröleck und Ingersau.

Familienname

Geschichte Herrnstein

Das befestigte Haus Herrnstein wurde um 1300 von den Herren vam Steyne (vom Stein) gegründet und wurde als huys zome Steyne in einem Vertrag vom 15. November 1370 genannt, in dem Johann von Stein das feste Haus von Graf Wilhelm II. von Berg als Lehen erhielt. Um 1800 wurden bedeutende Teile der Anlage abgetragen und neu errichtet. Weitere Baumaßnahmen bis zum 19. Jahrhundert gaben ihr das aktuelle Aussehen.

In Folge des Todes des Johann, Herrn zum Steyne, kam es zu einer teilweise strittigen Erbteilung des Allodialerbes.

1397 erfolgte ein Vergleich zwischen den Gebrüdern von Plettenberg und Wilh. von Nesselrode wegen der Höfe Vunfselden und Ruyssendorp.

Mühlenprivileg

Das Haus zum Stein, unweit von Blankenberg, bei den Dörfern Neunkirchen und Winterscheid (alle 1510 im Hztm. Berg, Amt Blankenberg) ist 1510 seit Menschengedenken im Besitz der Familie Nesselrode. Zum Haus gehört auch der entsprechende Abschnitt der Bröl, bis sie in die Sieg fließt. Alle Vorbesitzer der Mühle haben sich die Wassernutzung von den Herren vom Stein genehmigen lassen und dafür Pacht zahlen müssen. Das Haus Herrenstein hatte Anspruch auf ungehinderten und alleinigen Besitz der Wasser- und Fischereirechte an einem Abschnitt der Bröl (Brölbach). Sie hatten das Recht im Mühlengraben und in der Bröl zu fischen und den Fischen den weiteren Aufstieg in der Bröl zu sichern.

Torhaus von Nesselrath (Stadtarchiv Solingen)

Vorgeschichte Nesselrode

Die Familie von Nesselrode ist ein bekanntes altadeliges Geschlecht. Zwischen Solingen und Leichlingen, an der Schlossstraße - zwischen Nesselrath und Leysiefen - lagen noch 1999 an der Wupper die bescheidenen Reste der 1536 an Stelle der vorherigen Altgründung neu erbauten Burg Nesselrode: Ein Teil der Vorburg mit zweigeschossigem Torhaus, spitzbogiger Durchfahrt und Fachwerk im Giebel, Kreuzstock im Fenster, Bruchstein hofseitig angelehntem Treppenturm. Die ehemalige Ringmauer wiurd wahrscheinlich noch aus mittelalterlicher Zeit der vorhergehenden Altburg stammen.

Die Ursprünge der Altburg liegen im Dunkeln. 1303 wird ein "Fleck von Nesselrode" in Leichlingen erstmals erwähnt.

Erbwechsel

  • Johann von Nesselrode oo 1315 N. Gräfin von Sayn
    • Johann von Nesselrode

Erbwechsel

  • Johann von Nesselrode, 1337 auf dem Turnier in Regensburg oo Sophie vom Stein, Erbin der Güter Stein und Löwenberg, Gräfin von Heinsberg, Kinder:
    • Wilhelm von Nesselrode

Erbwechsel

  • Wilhelm von Nesselrode „nobilis domiaus“ (dynasta) zun Stein oo Jutta von Grafschaft, Herrin zu Ehreshoven, Kinder:
    • Flecko Henrich von Nesselrode oo Sophia von Vlatten
      • Wilhelm von Nesselrode, der Jüngere, Amtmann zu Windeck (1431), Amtmann zu Grevenbroch (1434), zu Schönforst (1451) oo Margreth von Merode zu Frankenberg
        • Wilhelm von Nesselrode, Jülicher Amtmann in Benrath, Randerath und Grevenbroich oo Adriane von Arendahl, Erbherrin der Herrschaft Rheydt.
    • Johann von Nesselrode
    • Wilhelm von Nesselrode

1387 Erbscheidung der Gebrüder Heinrich und Adolph von Grafschaft mit ihrem Schwager Wilhelm von Nesselrode wegen Jutta von Grafschaft.

Offenhausangebot

1406 Kopie eines Briefs, worin die Gebrüder von Plettenberg, Wilh. von Nesselrode und Hildebrant Gogreve dem Herzog Adolph IV. von Cleve, Mark u. Berg (1398-1448), das Schloss zum Steyne als ein offenes Haus überlassen.

1409 Heydenreich, Diederich und Aleff von Plettenberg bekennen sich dem Wilhelm v. Nesselrode und Hildebrant Gogreve zu einer Schuld von 600 schweren rhein. Gulden, und verpfänden denselben dafür ihren Teil des Schlosses zum Steyne.

1410 Johann von Plettenberg, seligen Diederichs Sohn, nimmt bei Johann v. Plettenberg, seligen Heinrichs Sohn, eine Summe von 110 rhein. Gulden auf, und verpfändet ihm dafür das Recht an dem Steyne und all seinem Zubehör, das ihm von Johann, Herrn zum Steyne, anerstorben ist und noch anersterben mag, auf zwei Jahre.

1411 Diederich von Plettenberg, seligen Diederichs Sohn, nimmt bei Wilhelm von Nesselrode, Wilhelms Sohn, 60 rhein. Gulden auf, und verpfändet ihm sein Teil des Schlosses zum Steyne mit aller Herrlichkeit und Mannlehen, wie ihm das alles von Johann vom Steyne anerstorben ist oder noch anersterben mag.

1415 Heydenreich von Plettenberg, seligen Diederichs Sohn, nimmt bei Wilhelm von Nesselrode, seligen Wilhelms Sohn, unter denselben Bedingungen wie sein Bruder Diederich, 22 rhein. Gulden auf.

1416 Johann von Plettenberg, sel. Diederichs Sohn, nimmt bei Joh. v. Plettenberg, seines Bruders Heinrichs seligen Sohn, 60 rhein. Gulden auf, und verpfändet ihm sein Teil und Recht des Schlosses zum Steyne, wie ihm das nach dem Tode Johannes vom Steyne anerstorben, und solle er die Renten und Gülden so lange geniessen, bis diese Pfandschaft und jene Pfandbriefe, die er früher seinem Bruder Heinrich und ihm, Johann, seinem Neffen gegeben hat.

Erbwechsel

  • Wilhelm von Nesselrode zum Steyne oo Ehevertrag 1419 Swenholt von Landsberg, Kinder:
    • Bertram von Nesselrode, Herr zu Ehrenstein, Bergischer Erbmarschall oo Margr. von Burscheid (kinderlos), Stifter des Kreuzherrenklosters und des Armengasthauses zu Oetgenbach.
    • Johann von Nesselrode, Herr zu Palsterkamp und Ehreshoven, Ritter des Hubertusordens, Landdrost zu Ravensberg
    • Johan von Nesselrode zum Steyne, Landdroste (oo Ehevertrag 1442 Catharina von Gemen)
    • Regina von Nesselrode zum Steyne (oo Ehevertrag 1437 Johan von Hatzfeld gt. Ruwe)
    • Gertrud von Nesselrode zum Steyne (oo 1447 Ritter Engelbrecht Nyt von Birgel)
    • Margaretha von Nesselrode zum Steyne (oo 1454 Johann Nagel, Amtmann der Herrschaft Ravensberg)

1419 (1.Ehe) Ehevertrag zwischen Ritter Wilhelm von Nesselrode zu Steyne, sel. Wilhelms Sohn und Swenholt von Landsberg, Tochter des Ritters Johan von Landsberg.

1446 (2.Ehe) Ehevertrag zwischen dem Ritter Wilhelm von Nesselrode, Herrn zum Steyne und Ehreshofen, und Eva, Herrin von Oetgenbach, Tochter zu Ehrenstein (kinderlos, Verwandte des EB. Theoderich Graf v. Moers).

Wilhelm von Nesselrode war geheimer Rat des Herzogs Adolph von Berg, Oberamtmann des Herzogtums und Abgesandter bei dem Waffenstillstand zwischen Berg und Geldern.

  • 1437 (1435 Vorvertrag) Ehevertrag zwischen Johan von Hatzfeld der jüngere gt. Ruwe, Herr zu Wildenburg, und Regina, Tochter des Wilhelm von Nesselrode und der Swenholt von Landsberg.
  • 1447 Ehevertrag zwischen Ritter Engelbrecht Nyt von Birgel, Erbmarschall des Landes von Jülich und Gertrud, Tochter des Ritters Wilhelm von Nesselrode, Herr zum Steyne.

Aktenlage

1420 kommt es zum Burgfrieden, den Wilhelm und Wilh., beide von Nesselrode, und Johann von Plettenberg geschworen.

1420 Kopie eines Vertrags, worin Wilhelm von Nesselrode, Herrn Vlecken Sohn, seinem Vetter Wilhelm von Nesselrode den Teil des Schlosses zum Steyne überträgt, der seiner Gattin Cunigunt von Merode anerstorben.

1421 Johann von Plettenberg und Irmgard, seine Gattin, bekennen dem Wilh. v. Nesselrode, seligen Wilhelms Sohn, 100 rhein. Gulden schuldig zu sein, und setzen ihm zum Unterpfande ihr Teil an dem Hofe au Weiderkoven und ihr Teil an dem Weingarten in der Nuwelsheitgen; und erklären sich Godert und Walrave von Plettenberg, Johanns Brüder mit dieser Verpfändung einverstanden.

1425 Wilhelm, Herrn Vlecken Sohn von Nesselrode, und Cunigunt seine Gattin, verkaufen drei Weier und eine WaIkmühle.

1424 Walrave von Plettenberg bekennt dem Wilhelm von Nesselrode, seligen Wilheims Sohn, 40 rhein. Gulden schuldig zu sein, und setzt ihm als Bürgen seine Brüder Johann und Godert von Plettenberg.

1425 Walrave von Plettenberg bekennt, dass er mit Johann, seinem Bruder, hinsichtlich der Einnahme und Ausgabe, so derselbe nach Tod ihres Vaters von seinetwegen gehabt, geschieden sei, und würde er, Walrave das versetzte Erbe zu Bederingen wieder einlösen, so solle er wiederum geniessen, was ihm an dem Schlosse zum Steyne von Rechtswegen gebührt.

1425 Goedert von Plettenberg bekennt dem Wilhelm von Nesselrode, Herrn Vlecken Sohne, und Wilhelm von Nesselrode, Wilhelms Sohne, 50 rhein. Gulden schuldig zu sein.

1426 Walrave von Plettenberg verpfändet, mit Genehmigung seiner Brüder Johann und Goedert, dem Wilhelm v. Nesselrode, Wilhelms seligen Sohn, für 41 rhein. Gulden den halben Hof zu Bederingen.

1429 Walrave von Plettenberg verkauft seinem Bruder Johann sein Teil des Hauses zum Broiche, wie ihm dasselbe von seinem Vater Heinrich selig anerfallen.

1430 Walrave von Plettenberg verkauft dem Wilhelm von Nesselrode, seligen Wilhelms Sohne, sein Teil des Hofes Cassel.

1432 Walrave von Plettenberg überträgt seinem Bruder Johann alles Erbe und Gut, so ihm von Vater und Mutter anerstorben.

Wilhelm von Nesselrode der Jüngere war seit 1431 Amtmann zu Windeck.

1435 verpfändete Adolf von Jülich und Berg seine Burg und Herrlichkeit Windeck an Wilhelm von Nesselrode den Jüngeren für 10.000 rheinische Fl.

Schloßkauf zum Steyne

23.06.1436 Heydenreich von Plettenberg verkauft dem Wilhelm v. Nesselrode sein Teil des Schlosses zum Steyne, nebst verschiedenen andern Gütern in den Landen von Blanckenberg und Lewenberg gelegen.

1439 Goedert von Plettenberg bekennt dem Wilhelm von Nesselrode, Drosten zu Windeck, 40 Gulden schuldig zu sein, und setzt ihm dafür seinen Hof zu Oitweiler im Kirspel Pleis gelegen zum Unterpfande.

1443 Goedert und Johann, Vater und Sohn von Plettenberg, bekennen dem Ritter Wilhelm von Nesselrode, Herrn zum Steyne, 260 Kaufmannsgulden schuldig zu sein und verpfänden ihm dafür ihren Hof zu Oitweiler.

1445 Goedert von Plettenberg und Johann und Catharina, seine Kinder, übertragen ihr Recht an dem Hofe zu Cassel dem Gerhard Herzogen zu Jülich und Berg.

1447 Gerhard Herzogen zu Jülich und Berg ermächtigt den Ritter Wilhelm von Nesselrode, Herrn zum Steyne, den Hof zu Cassel von Ritter Gawyn von Swanenberg an sich zu lösen.

1452 Goedert von Plettenberg und seine Kinder Johann und Catharina verkaufen dem Ritter Wilhelm von Nesselrode, Herrn zum Steyne, ihren Hof zu Oitweiler mit all seinem Zubehör,

Hof zu Cassel

1461 Bertram von Nesselrode und Margaret, seine Gattin, bekennen, dass jene 100 rhein. Gulden Leibrente, die Jon v. Nesselrode, ihr ältester Bruder und Schwager, der Frau Eva v. Oetgenbach und Ehrenstein an ihren Hof zu Cassel überwiesen haben, sie zum dritten Teil betreffen und erklären, dass,wann sie in Berichtigung dieses Drittel säumig wären, Johann Macht haben solle, sich an dem Hof zu Sieglair, der ihnen in brüderlicher Teilung von ihrem Vater und Schwiegerherrn zugeteilt worden, zu erholen.

Sicherung des Kindteils

1467 Revers der 3 Söhne des Ritters Wilhelm von Nesselrode, Herrn zum Steyne, worin dieselben geloben, binnen den nächsten 3 Jahren sich gegenseitig beizustehen, wenn einer oder der andere von ihnen an dem ihnen vom Vater zugeteilten Kindteile geschädigt würde.

Erbteilung

1477 Brüderlicher Teilungsrecess der 3 Gebrüder von Nesselrode über einige von ihrem Vater Ritter Wilhelm von Nesselrode herstammende Forderungen an das Stift Köln und andere. Weitererr Teilungsvertrag, nachdem

Erbwechsel

  • Johann von Nesselrode, Ritter, Herr zum Stein, Drost zu Elberfeld, Landdrost des Herzogtums Berg oo Ehevertrag 1442 Catharina Edelherrin von Gemen, (Tochter des Johann von Gemen und der Oda von Horn), Kinder:
    • Margareth von Nesselrode (oo Coen von Eynenberg, Herr zu Drimborn und Landskron)
    • Irmgard von Nesselrode (Bertram von Plettenberg
    • Wilhelm von Nesserode

Johan und sein Bruder Bertram von Nesselrode leisteten ihrem Schwager, dem Grafen von Limburg Hilfe gegen den Grafen von Neuenahr, wofür sie ein Burglehen und andere Freiheiten in Limburg erhielten.

1442 Ehevertrag zwischen Johann von Nesselrode (ältester Sohn des Ritters Wilhelm von Nesselrode, Herr zum Steyne) und Catharina von Gemen (Tochter des Johann von Gemen und der Oda von Horn).

  • 1470 Pacta Sponsalia zwischen Coen von Eynenberg (S. d. Ritters Joh. v. Eynenberg, Herr zu Landscron und Dreyborn) und Margaretha von Nesselrode (T. d. Landdrosten Joh. v. Nesselrode, Hr. z. Steyne)

Erbwechsel

  • Wilhelm von Nesserode Herr zum Stein und Ehrenstein oo Ehevertrag 1478 Elisabeth von Birgel, Erbin der Reichsherrschaft Rode, Haus Bovenberg (Eschweiler), etc., Kinder:
    • Wilhelm von Nesserode, + als Verlobter von Eva Gf. von Isenburg vor der Heirat.
    • Sibilla von Nesserode, Erbin des Hauses Nesselrode (oo 1511 Ritter Godart Ketteler, Drost zu Elberfeld)
    • Bertram von Nesselrode
    • Catharina von Nesselrode (oo 1513 Wilh. von Schwartzenberg)
    • Anna von Nesselrode (oo 1525 Wilhelm von Gertzen zu Sinzig)

Wilhelm von Nesserode war Bergischer Landdrost, Amtmann zu Grevenbroich und besiegelte 1496 die Jülichsche Landesvereinigung.

1478 Ehevertrag zwischen Wilhelm von Nesselrode und Elisabeth von Birgel.

  • 1503 Pacta Sponsalia zwischen Wilhelm von Nesselrode (ältester Sohn Wilhelms u. Elis. v. Birgel) und Eva, T. Gerlachs, Herr zu Isenburg u. Grensau oo Anastasia Gräfin v. Saerwerden.
  • 1511 Pacta Sponsalia zwischen Godart Ketteler zur Assen und Sibilla von Nesselrode.
    • 1541 Ritter Goddert Ketteler Drost zu Elberfeld und Syballa v. Nesselrode seine Gattin bekennen, dass sie Elisabeth von Birgel und Bertram von Nesselrode Herrn zum Steyne und Rode, ihrer Schwiegermutter, Schwager, Mutter und Bruder, die sich bei Verheiratung ihrer Tochter Elisabeth Ketteler mit Werner von Plettenberg wegen des Brautschatzes verbürgt und ihren Hof zu Cassel zum Unterpfand gesetzt haben, schadlos halten wollen.
  • 1513 Ehevertrag zwischen Wilh. von Schwartzenberg und Catharina von Nesselrode.
    • 1521 Wilh. von Schwartzenberg erhält statt des Heitatspfennigs seiner Gattin, das Haus Bowenberg nebst dem Zins zu den Heysteren und zwei Häuser zu Notberg als Pfand.
  • 1525 Ehevertrag zwischen Wilhelm von Gertzen, ältester Sohn zu Sinzig und Anna von Nesselrode.

Erbwechsel

  • Bertram von Nesselrode, Herr zum Stein, Ehrenstein und Rode, Bergischer Erbkämmerer und Erbmarschall, Drost zur Horneburg im Vest Recklinghausen oo Anna Steck, Erbin von Herten, Romberg und Leythe, Kinder:
    • Wilhelm Freiherr von Nesserode, Herr zum Stein,
    • Bertram von Nesselrode, Jülichscher Erbmarschall, Amtmann von Randerath, Herr zu Rath
    • Henrich von Nesselrode (+ kinderlos)
    • Sibilla von Nesselrode (oo 1548 Heinrich Knippinck zum Grimberge)
    • Elisabeth von Nesselrode (oo 1564) Diedrich Knipping zu Stockum)
    • Adolph von Nesselrode (+ kinderlos), Trierisch und Neuburgischer Rat und Amtmann zu Hammerstein, Rheinbroel und Windeck
    • Luitgardis (oo 1583 Anton von Harf zu Altorf)


1529 Ehevertrag zwischen Bertram von Nesselrode, Herr zum Steyne und Anna Stecke, Tochter Heinrich Steckes zu Herten slg. und der Sophien Morrien.

1545 Testament der Lutgart Stecke, worin dieselbe den Ehegatten Bertram von Nesselrode und Anna Stecke unter andern das im Amte Angermund, bei Huckingen geigen Haus Remberg (Huckingen)|Haus Remberg vermacht.

  • 1564 Ehevertrag zwischen Diedrich Knipping zu Stockum und Elisabeth von Nesselrode.
  • 1579 Vergleich zwischen Lutgart von Nesselrode und ihren Brüdern durch Vermittlung ihrer Mutter Anna Stecke.
  • 1583 Ehevertrag zwischen Anton von Harff zu Alsdorf und Lutgart von Nesselrode (+10.04.1616).
    • 1608 Vergleich zwischen Erben von Hesselrode zum Steyne und Wilhelm Harff Herrn zu Alsdorf: worin dieser sich aller Forderung auf die Nesselrodischen Güter begiebt, und sich allein das Legat von seiner Tante Elisabeth v. Nesselrode, (oo Knipping) Frau zu Stockum vorbehält.

Erbteilung

1569 Erbteilung der Gebrüder Heinrich, Wilhelm, Bertram und Adolph von Nesselrode, worin dem älteren und jüngsten die Häuser Herten, Leyte und Remberg, den beiden anderen die Häuser zum Steyne, Rode und Bovenberg (Eschweiler) zugeteilt werden. Sie legen auch fest, wie es mit den Schulden gehalten sein solle.

Anna Stecke, Witwe von Nesselrode soll zunächst die Häuser Remberg und Leythe zu ihrer Leibzucht erhalten und den Gebrüdern Heinrich und Adolph wegen dieses Abzugs von ihren beiden andern Brüdern eine Erstattung zu Teil werden.

1570 Betr. das Schloss Bovenberg (Eschweiler) und den Domhof zu Eschweiler, welche in vorstehender Erbteilung dem Bertram von Kesselrode zugeteilt worden sind.

1574 Vertrag der Gebrüder Heinrich, Wilhelm, Bertram und Adolph von Nesselrode mit ihrer noch unverehelichten Schwester Lutgart, betr. das Kindteil derselben.

1610 Erbteilung und Vergleich zwischen den Gebrüdern Wilhelm von Nesselrode, Herrn zum Steyne und Bertram von Nesselrode Herrn zu Rath, wonach Wilhelm nach dem Tode Bertrams und seiner Frau Agnes von Schöller (+1624?) den Erben der Agnes oder wen immer sie dazu bestimmen werde, 3000 Goldgulden auszahlen solle. Agnes heiratete (1615?) nach Bertrams Tod Karl von Baexen, kurköln. Rat und Kämmerer, Noville (Nouil, bei Lüttich) und Veynau (Euskirchen).

Erbwechsel

  • Wilhelm Freiherr von Nesselrode, Herr zum Stein, Ehrenstein, Rode und Herten, Marschall, Erbkämmerer des Fürstentums Berg oo Ehevertrag 1592 Anna von Loe zu Wissen, Kinder:
    • Bertram von Nesselrode (1620), Erbe zu Steyn, Ehrenstein und Herten (oo 1634 Lucia Gräfin v. Hatzfeld)
    • Anna von Nesselrode (1626 Arnold von Wachtendonck zu Hülhausen und Germenseel)
    • Sibilla von Nesselrode (oo Friederich von Schellart von Obbendorf zu Lontzen)
    • Josina von Nesselrode (Johann von Wylich zu Bernsau
    • Matthias von Nesselrode (1624), Erbe zu Rath (Rode), Remberg, Leythe und Lütgendurf

Wilhelm Freiherr von Nesserode war Amtmann zu Blankenberg, kaufte das Schloß Ehrenstein zurück und war mit seinem Bruder Bertram auf der Jülichschen Hochzeit.

1592 Ehevertrag zwischen Wilhelm von Nesselrode und Anna von Loe zu Wissen.

  • 1626 Ehevertrag zwischen Arnold von Wachtendonck zu Hülhausen und Germenseel und Anna von Nesselrode.

Erbteilung

1620 Vertrag Wilhelms von Nesselrode und seiner Gemahlin Anna von Loe mit ihrem Sohne Bertram von Nesselrode wegen der Übertragung des Hauses und der Herrlichkeit Stein.

1623 Anna geb. von Loe und Bertram von Nesselrode verkaufen an Rutger Noltes einige Grundstücke im Kspl. Ascheberg.

1624 Provisional-Brüderliche Teilung zwischen Bertram und Mathias von Nesselrode, nebst Vertrag die Leibzucht ihrer Mutter Anna von Loe betreffend

1650 Brüderliche Teilung zwischen Bertram und Mathias von Nesselrode, worin jenem die Häuser Stein, Ehrenstein und Herten, diesem die Häuser Rath, Remberg, Leyte, Lutgenhoff und verschiedenes andere zugeteilt werden. Beiliegend verschiedene Anschläge der Häuser Herten, Stein u. Ehrenstein, entworfen bei Gelegenheit der brüderlichen Teilung in den Jahren 1624/30.

Erbwechsel

  • Bertram Frh. von Nesselrode, Herr zum Stein, zu Rode und Ehrenstein und Herten , fürstlich jül. Rat und Amtmann zu Münstereifel oo Ehevertrag 1634 Lucia Gräfin v. Hatzfeld, Kinder:
    • Franz von Nesselrode
    • Ferdinand von Nesselrode(+ jung)
    • Johann von Nesselrode(+ jung)
    • Maria von Nesselrode (oo Ferdinand von Bongart zur Heyden)
    • Catharina von Nesselrode (Geistlicher Stand)
    • Lucia von Nesselrode (Geistlicher Stand)
    • Anna Johanna von Nesselrode (Geistlicher Stand)

1634 Ehevertrag zwischen Bertram von Nesselrode, Herrn zum Stein und Lucia v. Hatzfeld

1658 Testament der Anna Maria von Hatzfeld, worin dieselbe die Ehegatten Bertram Frhr. von Nesselrode und Lucia Gräfin von Hatzfeld zu ihren Erben einsetzt und ihnen unter andern eine Pfandschaft, sprechend auf das Amt Klempenau in Pommern, vermacht.

Erbwechsel

Quelle

  • Archiv von Nesselrode, Schloß Herrnstein, 53809 Ruppichteroth, darin befindet sich auch der Bestand Haus Herten
  • Robens, Arnold: Der ritterbürtige landständische Adel des Großherzogthums Niederrhein : dargestellt in Wapen und Abstammungen, Aachen (Weiß) 1818

Archiv Nesselrode Herrenstein

Die Burg ist aktuell (2008) Sitz der „Gräflich Nesselrodeschen Forstverwaltung“. Die Außenanlagen der Burg können (meistens jeden ersten Samstag im Monat ab 11:00 Uhr) besichtigt werden.

Zufallsfunde

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