Mitteilungen aus der Geschichte von Rüppurr/092

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Mitteilungen aus der Geschichte von Rüppurr
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Mayer 120 ℳ; zu Bergpredigt; Militärverein hier ebenso zu Großherzog Friedrich I.; Lammwirt Furrer ebenso zu Kaiser Wilhelm I.; Exzellenz Dr. Bürklin 1200 ℳ zu Reichstag zu Worms (groß); Karl Graf von hier in Washington 200 ℳ zu Abendmahl; Akzisor Karrer hier 100 ℳ zu Altarkruzifix; die hiesigen ältesten Familien 80 ℳ zum Wappen von Rüppurr. – 1911 von † August Kiefer 300 ℳ.

Der hiesige Almosenfonds

hatte

1763 an Kapitalien 13 Gulden, 12 Kreuzer, 1 Pfg.
1775. Kapital 70 fl 55½ Kr.
1800. Kapital 458 fl 58¾ Kr.
1807 in Einnahmen 276 fl 22¾ Kr.; in Ausgabe 218 fl 37¼ Kr., an Kapital 505 fl 1¾ Kr.
1900: 8037 ℳ 1909: 37 000 ℳ und der Baufonds 17 000 ℳ.

IX. Kirchhof.

Anfangs fanden die Beerdigungen in Ettlingen statt; später war ein Kirchhof bei der Kirche vorhanden: 1594 wurde ein eigener Begräbnisplatz durch die jüngst verstorbenen Junker Batt und Reinhard von Rüppurr von ihren eigenen Gütern errichtet, neben der alten Kirche. 1731 bittet der Schultheiß den Verwalter in Gottsau, den Kirchhof einzumachen, damit die nächtlicherweile vorbeigehenden Leute ihren Mutwillen mit Ruinierung der Fenster der Kirche nicht mehr so frei und ungehindert ausüben können. 1750. Da der lebendige Hag an dem großen Garten nächst der Kirche nicht nur viel Lücken hat, sondern auch so in die Höhe gegangen ist, daß er notwendig mit der Baumsäge abgesägt werden muß, so wird der Gärtner Murhardt im Dörfle damit beauftragt. Für die Rute verlangt er 7 Kr. Lohn, aber die Kellerei ist nur zu 2 Kr. berechtigt. – 1760 bittet Pfarrer Bürklin um Einzäunung des Kirchhofes – des jetzigen – mit Dielen und Pfosten; die erneute Bitte 1793 wird ebenfalls abgeschlagen, da die Herrschaft den Platz unentgeltlich an die Gemeinde abgegeben habe. 1792. Der sehr große Kirchhof ist herrschaftliches Gut und gehört zum Kammergut, wird vom Schulmeister benützt, der Krapp, Welschkorn, Frucht etc. pflanzt. Die Gemeinde will keine Mauer bauen. In voriger Zeit sei die Unterhaltung des Hags aus dem Almosen genommen worden. Das Almosen ist in dem so güterarmen Ort um so mehr unzureichend, als die Zahl armer Inwohner zugenommen hat. Die Herrschaft soll die Mauer bauen, denn ihr ist der Gottesacker auch zugeschrieben worden. – 1794. Der Kirchhof ist nun Eigentum der Gemeinde geworden und sie hat die Mauer zu bauen. Das überflüssige Gelände, 2 Viertel 9 Ruten, verkauft die Verwaltung an die anstoßenden Häuserbesitzer, 100 fl das Viertel.