Dosnitten (Landkreis Preußisch Holland)

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Disambiguation notice Dosnitten ist ein mehrfach besetzter Begriff. Zu weiteren Bedeutungen siehe unter Dosnitten.

Hierarchie

Regional > Deutsches Reich > Ostpreußen > Regierungsbezirk Königsberg > Landkreis Preußisch Holland > Günthersdorf > Dosnitten

HeiligenwaldePetersdorfOpittenRossittenJankendorfMilchereiSchweideStorchnestKöxtenProthenKrapenKerschittenGünthersdorfDosnittenLaubnitzChristburg (Dzierzgoń)Armuth (Zapiecki)MathildenhofAltstadt (Stare Miasto)Adamshof (Adamowo)Prökelwitz (Prakwice)Vaterssegen (Pogorzele)Pachollen (Pachoły)Königssee (Królikowo)Lippitz (Lipiec)Kolteney (Kołtyniany)Paudelwitz (Pudłowiec)Najettken (Najatki)Miswalde (Myślice)Glanden (Ględy)Köllmen (Kielmy)Lodehnen (Porzecze)Geißeln (Gisiel)Charlottenhof (Giślinek)Skollwitten (Skolwity)Popitten (Popity)Kornellen (Kornele)Podweiken (Podwiejki)Miswalde (Myślice)Löthen (Latkowo)Feilschmidt (früher Klein Prohnen) (Prońki)Taabern (Tabory)Prohnen (früher Groß Prohnen) (Pronie)Liebwalde (Lubochowo)Vorwerk (Folwark)Prothainen (Protajny)Neumühl (Nowy Młyn)Boyden (Bajdy)Heinrichsdorf (Milikowo)Preußisch Mark (Przezmark)Goyden (Gajdy)Groß Münsterberg (Monasterzysko Wielke)Klein Münsterberg (Monasterzysko Małe)
Dosnitten (Oben links) auf der Reymann Spezialkarte Nr.32 Marienwerder um 1850 Geographischer Specialatlas von Deutschland und den Nachbarländern im Maßstabe von 1:200.000 Durch Anklicken der Ortsnamen erreicht man die Seite des Ortes


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Allgemeine Information

Dosnitten war ein Gut in der Gemeinde Günthersdorf im Landkreis Preußisch Holland.
Seit 1945 gehört das Dorf zu Polen und heißt auf polnisch Dziśnity.

Politische Einteilung

Nach 1945

Dziśnity gehört zur Sołectwa Lepno-Buczyniec (2012). Die Sołectwa Lepno-Buczyniec gehört heute zur Gemeinde Reichenbach (polnisch: Gmina Rychliki)
im Landkreis Elbing (polnisch: Powiat Elbląski) in der Provinz Ermland-Masuren (polnisch: Województwo warmińsko-mazurskie). Dziśnity hat 88 Einwohner (2012). [1]

Von 1874 bis 1945

  • Mit der Einführung der Kreisordnung für die Provinzen Preußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen vom 13. 12. 1872, wurde am 28.5.1874 der Amtsbezirk Nr.8 Reichenbach gegründet. Zum Amtsbezirk Reichenbach gehörte die Gutsbezirk Dosnitten. [2]
  • Am 1.10.1874 wurden in Ostpreußen in den Amtsbezirken die Standesämter gegründet. Da es aus Kostengründen keine hauptamtlichen Standesbeamten gab und war die Arbeit des Standesbeamten ehrenamtlich. Der Amtsbezirk Reichenbach hatte eignes Standesamt. Die Gutsbezirk Dosnitten gehört zum Standesamt Reichenbach.
  • Das preußische Gesetz über die Regelung verschiedener Punkte des Gemeindeverfassungsrechts vom 27. Dezember 1927 sah in seinem § 11 die Aufhebung der Gutsbezirke vor.
So wurde am 30. September 1928 die Landgemeinde Günthersdorf wieder gegründet, zur Landgemeinde gehörten die Gutsbezirke Dosnitten und Günthersdorf,
sowie der Gutsbezirk Laubnitz aus dem Amtsbezirk Rossitten.[2]
  • Mit der Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. 1. 1935, wurde am 1.4.1935 die Landgemeinde Günthersdorf in Gemeinde umbenannt. [2]
  • Der Amtsbezirk Reichenbach bestand bis zum 1.1.1945. [2]

Verwaltung

Standesamt Reichenbach

  • Dosnitten gehörte zum Standesamt Reichenbach.
  • Das Standesamt Reichenbach wurde am 1.10.1874 gegründet und bestand bis zum 1.1.1945.
  • Zum Standesamt Reichenbach gehörten folgende Orte : Reichenbach, und .... [3]
  • Für die noch existierenden Dokumente des Standesamtes siehe: Standesamtsunterlagen Reichenbach

Einwohnerzahlen

1820 [4] 1885 [5] 1905 [3] 1910 [6] 1933 [7] 1939 [7]
65878084

Kirchliche Einteilung/Zugehörigkeit

Evangelische Kirche

Evangelisches Kirchspiel Königsblumenau-Heiligenwalde

Schulorte

Dosnitten wechselte zwischen 1885 und 1905 das Kirchspiel von Königsblumenau-Heiligenwalde nach Reichenbach. [3] [5]

Evangelisches Kirchspiel Reichenbach

Katholische Kirche

Katholisches Kirchspiel Preußisch Holland

Kirchspiel Geschichte
  • 27.7.1863, Königsberg: Amtsblatt der königlichen preußischen Regierung zu Königsberg, 1863, No.32, Verordnung No.305
Die in Preußisch Holland eingerichtete katholische Seelsorge-Station betreffend
Der Herr Minister der Geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten hat mittelst Reskripts vom 13ten Mai 1861 No.1234
der von dem Herrn Bischofe von Ermland zu Preußisch Holland eingerichteten katholischen Seelsorge-Station die staatliche Anerkennung mit der Wirkung ertheilt,
daß der betreffende Geistliche bezüglich der katholischen Einwohner seines Seelsorgsbezirks die Parochialhandlungen mit civilrechtlicher Kraft vornehmen kann.
Dieser Seelsorge-Station sind aus dem diesseitigen Regierungsbezirke die nachstehenden Ortschaften beigelegt worden:
A. Im Kreise Preußisch Holland:
1. Althoff, 2. Amalienhoff, 3. Agnitten, 4. Awecken, 5. Bardeleben, 7. Behlenhof Gut, 8. Behlenhof Mühle, 9. Bordehnen, 10. Briensdorf, 11. Buchwalde,
12. Budwegshof, 13. Bürgenhöfchen, 14. Caimen, 15. Neu Campenau, 16. Canditten, 17. Canthen, 18. Carwitten, 19. Comthurhof, 20. Copiehnen,
21. Creutz, 22. Crossen, 23. Dargau, 24. Dosnitten, 25. Draulitten, 26. Neu Drausenau, 27. Drausenhoff, 28. Einhöfen, 29. Fischerbude, Abbau von Bürgerhöfen,
30. Fischerbude, Abbau von Draulitten, 31. Friedrichshorst, 32. Golbitten, 33. Greissings, 34 Grossainen, 35. Grünhagen, 36. Hartwichs, 37. Hasselbusch,
38. Hermsdorf, 39. Hirschfeld, Adl. Dorf zu Wiese, 40. Hirschfeld, Vorwerk zu Wiese, 41. Hohendorf, 42. Holländerkrug, 43. Pr. Holland,Stadt 44. Pr. Holland, Amtsfreiheit,
45. Juden, 46. Kalthoff, 47. Kleppe, Adl. Dorf, 48. Kleppien, Mühle, 49. Köllming, 50. Koken, 51. Koppeln, 52. Alt Krönau, 53. Neu Krönau, 54. Alt Kußfeld,
55. Neu Kußfeld, 56. Lägs, 57. Längereihe, 58. Leisten, 59. Liebenau, 60. Luxeten, 61. Mäken, 62. Marienfelde nebst Wiesenhaus, 63.Groß Marwitz, 64. Klein Marwitz,
65. Matzweißen, 66. Mehlend, 67. Melkhof, 68. Memento, 69.Nahmgeist, 70. Nauthen, 71. Neuendorf, Dorf zu Pr. Holland, 72. Neuendorf, Vorwerk zu Pr. Holland,
73. Neuguth, 74. Perguhsen, 75. Pfarrershöfchen, 76. Pinnau, 77. Plehnen, 78. Powunden, 79. Quittainen, 80. Rapendorf, 81. Reichenbach, 82. Robitten, 83. Rodland,
84. Rogau, 85. Rogehnen, 86. Rohrkrug, 87. Schäferei, 88. Schmauch, 89. Schönau, 90. Schönfeld, Dorf zu Nahmgeist, 91. Schönwiese, 92. Siebenhufen,
93. Skollmen, 94. Sollainen, 95. Spittels, 96. Steegen, 97. Stöpen, 98. Talpitten, 99. Taulen, 100. Alt Teschen, 101. Neu Teschen, 102. Teschenwalde,
103. Groß Thierbach, 104. Klein Thierbach, 105. Groß Tippeln, 106. Klein Tippeln, 107. Tompitten, 108. Vogelsang, 109. Warnikam, 110. Weeskendorf,
111. Weeskenhof, 112. Weinings, 113. Wickerau, 114. Wiese, 115. Wiesenhof, 116. Zallenfelde;
B. Im Kreise Mohrungen:
117. Glocken, 118. Inrücken, 119. Kahlau, 120. Löpen, 121.Pothainen, 122. Reichbarten, 123. Sassen, 124. Wilhelmsthal. [9]

Geschichte

Ordensstaat bis 1525

  • 14.1.1369,Stuhm: Der Hochmeister Winrich von Kniprode verleiht Clause und Cunken, den zwei Brüdern, das Gut Disniten (=Dosnitten),
    "das vns war angefallen mit den czweyn juncfrowin, Jonkins tachtir,dy ym czu der e wurden gegeben",frei vom Zehnten und bäuerlichen Arbeit.
Grenzen: ein Apfelbaum an dem Fließe, von dannen gerade bis auf einen geschüttete Grenze auf einer Wiese, von dannen gerade bis auf eine gezeichnete Eiche, dann bis auf einen Eichenstock an dem Felde zu Richenbach, dann bis an eine gezeichnete Eiche, dann bis auf einen Pfahl, der beschüttet ist, dann gerade bis auf eine Ostgrenze, die da steht zwischen Disniten und Richenbach und Waytegarbe, dann bis auf einen Pfahl, dann bis zu einem Apfelbaum, dann an dem Bruche bis zu der Grenze, die da steht bei dem Wege, dann bis zu einer beschütteten Grenze, die auf dem Berge in dem "dornecht" steht, dann gerade bis auf eine beschüttete Grenze in einem Tal, dann gerade zu gehen bis auf eine Erle, so daß der Hoppegarte zur rechten Hand bleibt, von dannen wieder umzugehen bis an ein "Floß",dem Floß zu folgen bis zu der ersten Grenze.
Die Bauern sollen ihnen den Zehnten geben und sollen ihnen den gewöhnlichen Dienst tun. Wird ein Erbe ihrer Leute ledig, so mögen sie das nehmen. Auch werden ihnen die großen und kleinen Gerichte binnen den Gütern verliehen.
Dienst mit Pferden und Waffen.
Zins von jedem Pfluge 1 Scheffel Korn und 1 Scheffel Weizen und von jedem Haken 1 Scheffel Weizen auf St.Martin als Pflugkorn. [10]
  • 1440: Symon von Desynyten, Knecht des Christburgschen Gebietes auf der Tagfahrt zu Elbing. [10]
  • 1452: Symon von Desynyten in der Partei des Gabriel von Stangenberg. Niclus von Desziniten in der Partei des Segenand von Wappels.
    Jeornimus von Desiniten und Simon von Desiniten auf dem Ständetag zu Kulm. [10]

Herzogtum Preußen (1525 -1701)

  • 1537: Jakob von Diebes war Besitzer von Dosnitten. [10]
  • 1650: Oswald von Kleiß war Erbsasse auf Dosnitten. [10]

Königreich Preußen (1701 - 1918)

  • 1727: Dosnitten gehörte dem Bonaventura Dominicus von Bodeck (siehe Grundakten von Wiese) [10]
  • 1785: Dosnitten war ein adlig Gut und Vorwerk mit 8 Feuerstellen und gehörte zum Gut Wiese. Es gehörte zum Hauptamt Preußischmark im Landräthlichen Kreis Mohrungen. Dosnitten gehörte zum Kirchspiel Blumenau. [11]
  • 1820: Dosnitten war ein adlig Vorwerk mit 6 Feuerstellen und 63 Seelen. Es gehörte zum Kirchspiel Blumenau-Heiligenwalde. Der Besitzer ist Birkner. [4]

Genealogische und historische Quellen

Genealogische Quellen

Adressbücher

Historische Quellen

Bibliografie

Genealogische Bibliografie

Historische Bibliografie

In der Digitalen Bibliothek

Archive und Bibliotheken

Archive

Bibliotheken

Verschiedenes

nach dem Ort: Dosnitten

Karten

  • Meßtischblatt 2083 Miswalde Jahrgang 1930 [1]

Weblinks

Offizielle Webseiten

Genealogische Webseiten

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Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis

GOV-Kennung DOSTENJO93SW
Name
Typ
  • Gut (- 1928-09-29)
  • Dorf (1928-09-30 -)
Postleitzahl
  • PL-14-330 (2004)
externe Kennung
  • SIMC:0155984
Karte
   

TK25: 2083

Zugehörigkeit
Übergeordnete Objekte

Dosnitten (- 1928-09-29) ( Gutsbezirk ) Quelle Quelle

Rychliki (1999 -) ( Landgemeinde PL )

Günthersdorf (1928-09-30 - 1945) ( Landgemeinde Landgemeinde Gemeinde ) Quelle

Christburg, Christburg (Hlste. Dreifaltigkeit), Dzierzgoń (Trójcy Przenajświętszej) (1885 -) ( Pfarrei ) Quelle

Reichenbach (1905 -) ( Kirchspiel ) Quelle

Blumenau-Heiligenwalde, Königsblumenau (1785 - 1905) ( Kirchspiel ) Quelle Quelle Quelle Quelle


Fußnoten

  1. http://www.rychliki.org/solectwa/424-solectwo-lepno-buczyniec
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 http://www.territorial.de/ostp/prhl/reichenb.htm
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Gemeindelexikon für das Königreich Preußen I (1905,Ostpreußen),S.240-249
  4. 4,0 4,1 Topographische Übersicht des Verwaltungs-Bezirks der Königlichen Preussischen Regierung,1820,S.174
  5. 5,0 5,1 Gemeindelexikon für das Königreich Preussen, Berlin 1888
  6. http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/holland.htm
  7. 7,0 7,1 http://www.verwaltungsgeschichte.de/prholland.html
  8. Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreussen, 1890, S.135 -136
  9. Amts-Blatt der königlichen preußischen Regierung zu Königsberg,1863, Nr.32, Verordnung Nr.305,S.174 Digitalisat des Münchener Digitalisierungszentrums
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 10,5 Mitteilungen des Coppernicus-Vereins für Wissenschaft und Kunst zu Thorn, 41.Heft, Thorn 1933,E.Wernich/Elbing, S.49-51
  11. Vollständige Topographie vom Ost-Preußischen Cammer Departement,Goldbeck,1785, S.38


Städte und Gemeinden im Landkreis Preußisch Holland (Regierungsbezirk Königsberg) Stand 1.1.1945

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Stadt- und Landkreise im Regierungsbezirk Königsberg (Provinz Ostpreußen) Stand 1.1.1945

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